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Anwenderbericht Kersten - Rüstzeitersparnis durch größtmögliche Flexibilität

Was haben eine Kakaopresse, eine Druckmaschine und eine Windkraftanlage gemeinsam? In ihnen können ganz unterschiedliche Teile verbaut sein, die im Hause Kersten Maschinenbau alle mit den InoFlex Spannern von HWR Spanntechnik bearbeitet werden.

Die Vielfalt der Teile, die bei der Kersten Maschinenbau GmbH in Niederau bei Meißen gefertigt werden, ist enorm – und zugleich eine große Stärke des Unternehmens. Dabei vertraut man auf qualifizierte und zuverlässige Mitarbeiter, auf einen hochmodernen Maschinenpark – und auf InoFlex®, das zentrisch und ausgleichend spannende Vier-Backen-Futter von HWR Spanntechnik.

Dass Flexibilität und Effizienz im Hause Kersten große Themen sind, liegt auf der Hand. Die technische Ausstattung spielt dabei laut Kersten eine wichtige Rolle. So war der Maschinenbau-Zulieferer 2016 auf der Suche nach einer modernen Spannmöglichkeit, um die unterschiedlichen Bauteile noch flexibler und mit der geforderten Präzision fertigen zu können. Wichtiges Entscheidungskriterium: Das Spannmittel sollte gut zugänglich für Werkzeuge sein und zusätzlich flexibel und sicher spannen.
Auf der AMB 2016 in Stuttgart war Dipl.-Ing. Mathias Scheel, der bei Kersten Maschinenbau für die Arbeitsvorbereitung und die Werkzeugvorbereitung verantwortlich ist, auf das InoFlex® VL-Futter der HWR Spanntechnik GmbH aufmerksam geworden.

 

Der Alleskönner unter den Spannfuttern

 

InoFlex® ist ein universelles, zentrisch und ausgleichend spannendes Vier-Backen-Futter, mit dem man z. B. auf kombinierten Dreh- und Fräszentren sowohl runde als auch rechteckige und geometrisch unregelmäßige Teile im Größenbereich von 160 bis 1.200 mm im Durchmesser spannen kann. „Die Tatsache, dass alle Spannbacken des Vier-Backen-Futters sich durch Betätigung von nur einer Spindel ausgleichend an das Werkstück anlegen und dieses auf Drehmitte zentrieren, hatte mir sofort gefallen“, erinnert sich Mathias Scheel. „Und die Möglichkeit, mit nur einem Spannmittel runde, kubische und geometrisch unförmige Werkstücke spannen zu können, war für uns natürlich auch hochinteressant.“
Nicht mal ein Jahr später hatte Kersten Maschinenbau bereits drei dieser „Alleskönner unter den Spannfuttern“ von HWR im Einsatz: ein 400er Handspannfutter, ein 700er VL-Futter und ein 420er VL. „Wir sind mit den InoFlex® Futtern sehr zufrieden“, sagen Udo Kersten und Mathias Scheel unisono. „Die Qualität der Produkte stimmt und das Patent des ausgleichenden Vier-Backen-Spannfutters funktioniert tadellos.“

 

Verbesserung der Rundheit

 

Bei jedem Teil, das bei Kersten früher nur mittels aufwendiger Spanneisen- oder Magnetspannplattenaufbauten zu spannen war und heute im InoFlex® gespannt wird, wird Rüstzeit eingespart. Daher versucht man, die Spannfutter überall dort einzusetzen, wo herkömmliche Spannmittel an Ihre Grenzen stoßen und die InoFlex Futter die Bearbeitungsaufgabe  problemlos meistern.  
„Geradezu prädestiniert sind die InoFlex® Futter für dünnwandige Ringe. Hier konnten wir eine Verbesserung der Rundheit erzielen“, stellt Scheel fest und führt gleich noch einen weiteren Vorteil an. Kubische Werkstücke könne man jetzt schnell und einfach im Spannfutter spannen. Das bringe –  für ihre Neuanschaffung  eines Alzmetall GS1400 Dreh-/Fräszentrums – neben einer Rüstzeitverkürzung und einer größeren Flexibilität auch mehr Sicherheit beim Drehen. Scheel erklärt:„Die Nutzung der Drehfunktion war früher aus Sicherheitsgründen bei einigen Aufspannungen nicht möglich. Durch den Einsatz des InoFlex Spannmittel gelingt dies jetzt problemlos.
Die Rüstzeitverkürzung sei im Wesentlichen auf zwei Aspekte zurückzuführen: Zum einen kann auf den Dreh- bzw. Fräsmaschinen oft eine ganze Aufspannung gespart werden. Denn InoFlex® unterstützt die Komplettbearbeitung von allen Seiten. Zum anderen falle auch der geringere Reinigungsaufwand des Spannfutters gegenüber anderen Spannmitteln stark ins Gewicht. „Man muss nur die Auflagepunkte reinigen und kann direkt das neue Werkstück einlegen“, so Scheel.

 

Noch flexibler mit eigenen Sonderkonsolen

 

Außer auf den beiden Dreh-/Fräszentren Alzmetall GS1400 wird InoFlex® bei Kersten Maschinenbau auch ganz flexibel auf anderen Maschinen eingesetzt. So wurde das Handspannfutter InoFlex® VD400 im Hause Kersten so adaptiert, dass es in der Dreherei  auf fast jeder Maschine genutzt werden kann.
Die ausgleichenden Vier-Backen-Zentrierspanner VL070 und VL042 können durch die Eigenfertigung von Sonderkonsolen sowohl über das auf fast allen Bearbeitungszentren installierte Nullpunktspannsystem, als auch direkt über den Maschinentisch gespannt werden. „Dadurch ist das VL070 auf unseren beiden Alzmetall GS1400, der Reiden RX18, der Hermle C50U, der Hermle C42U, der Ibarmia ZVH58 und allen Drei-Achs-Bearbeitungszentren einsetzbar“, berichtet Scheel. „Und das jüngst beschaffte VL042 kann zusätzlich zu den genannten auch auf unseren beiden Hermle C800U eingesetzt werden, wo es die etwas älteren und ausgedienten Drei-Backen-Futter ersetzt.“

 

Präzision und Schnelligkeit in der Zusammenarbeit

 

„Dass wir uns die Grundplatten selber bauen konnten, war für uns ganz wichtig“, bekräftigt Udo Kersten. „Umso schöner war es, dass HWR Spanntechnik sich da jedes Mal absolut flexibel gezeigt hat.“ Auch die Präzision und die Geschwindigkeit, mit der die gemeinsamen Projekte abgewickelt werden, werden im Hause Kersten sehr geschätzt. „Und die Qualität der bereitgestellten 3D-Daten“, ergänzt Mathias Scheel, „die finden wir auch sehr gut. Wir benötigen genaue 3D-Modelle, um in der Arbeitsvorbereitung die Aufspannpläne und die CNC Programme erstellen zu können. Das bildet für uns die Grundlage, um im Zusammenspiel mit den Maschinenmodellen und den Werkzeugmodellen, jede Bearbeitungssituation im vorab realistisch und präzise zu simulieren.“
Die integrierten Schraubstockfunktionen, mit einem oder auch gleich zwei Festanschlagbacken bieten den Kunden die Möglichkeiten neben dem ausgleichendes 4-Backenfutter, die Verwendung als Schraubstock, Festanschlagspanner oder als 2-Backenfutterzu verwenden. Diese Flexibilität ist derzeit am Markt einmalig, ist sich Matthias Meier, Geschäftsführer Vertrieb der HWR Spanntechnik GmbH, sicher.


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